LebensWert

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Dankbarkeit für Dich und mich

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Dies ist mein Beitrag zum Business-Blog-Karneval „Danke 2007“:

Als Kai-Jürgen Lietz die Frage aufwarf, wie Dankbarkeit im Geschäftsleben aussieht, fragte ich mich: Ist denn Dankbarkeit im Business so etwas Besonderes? Ich bin doch im Geschäftsleben kein Anderer, als ich privat bin! Meine Grundeinstellungen und damit auch meine Fähigkeit Dankbarkeit zu empfinden und auszudrücken sind doch die Gleichen.

Und die Grundeinstellungen halte ich für wesentlich. Ich möchte keinen Dank ausdrücken, wenn ich keine Dankbarkeit empfinde. Das war schon immer so. Allerdings hat sich Eines im Laufe der Jahre geändert: Ich bin jetzt öfter dankbar.
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Ich erkläre mir das folgendermaßen: Das Maß der Dankbarkeit ist nicht mehr nur vom äußerlich sichtbaren Nutzen für mich selbst abhängig. Mir gelingt es jetzt besser, auch den Aufwand meines Gegenüber, seine Mühe, seinen Einsatz, zu würdigen. Meine Dankbarkeit ist weniger ausgerichtet auf den Effekt, als vielmehr auf das Engagement, die Zuneigung, die Liebe, die sich im Tun ausdrückt.

Ob das daran liegt, daß mit zunehmenden Lebensjahren das Interesse für’s Materielle zugunsten des Interesses am Nicht-Materiellen abnimmt? – Ich weiß es nicht.

Aber zum zweiten Teil der Dankbarkeit:

Empfinden ist das Eine, ausdrücken etwas Anderes

Und da geht es auch um Disziplin:
Wenn ich bei der Vorbereitung eines Kongresses beispielsweise wahrnehme, daß der Raum durch herrliche selbstgepflückte Blumensträuße auf den Tischen aufgewertet ist und die dafür Verantwortlichen sind nicht in der Nähe. Was dann? Die Dankbarkeit empfinde ich kurz. Dann gehen meine Gedanken weiter zu den vielen anderen Dingen, die noch zu tun sind. – Manchmal drücke ich den Dank dann noch aus, manchmal nicht. Da ist noch Verbesserungspotential!

In der letzten Zeit schreibe ich mir dazu auf meine Todo-Liste auch den noch auszudrückenden Dank als abzuarbeitenden Punkt auf. Das wirkt etwas technisch, hilft aber. Und hat für mich den Vorteil: Ich kann mich zweimal freuen! Einmal, wenn ich die Dankbarkeit zuerst spüre und der Adressat gerade nicht anwesend ist. Und ein zweites Mal, wenn ich auf der Todo-Liste den Sachverhalt lese, mich daran erinnere und den Dank ausdrücke.

Dabei wird etwas Wesentliches von Dankbarkeit deutlich: Sie ist nicht nur wichtig im Hinblick auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Dankbarkeit beschenkt nicht nur die Anderen, auch das eigene Leben wird schöner!

Hier kann man Dankbarkeit zu seiner guten Gewohnheit machen

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

5 Kommentare

  1. Interessant, dass Du auch die Problematik von unterschiedlichen Regeln beim Dank Erwarten (wenn große Mühe involviert war) und beim Dank Geben (wenn der Nutzen groß war) ansprichst.
    Den Aspekt mit der Diszplin hat auch Cordula Schott in „wir bewegen gemeinsam“ beschäftigt. Das wirft für mich die Frage auf, ob Dank Aussprechen eine Management-Aufgabe ist?

  2. Pingback: Excellence-Blog » Blog Archive » Und noch mehr "Danke"-Beiträge

  3. @Excellence-Blog (Kai-Jürgen Lietz)
    Ich habe Deine Frage zum Thema eines neuen Beitrages gemacht hier

  4. Pingback: Farbweiss Media » Blog Archive » Danke 2007 - das Fazit

  5. Pingback: Ist Dank-Aussprechen eine Management-Aufgabe? | LebensWert |von THL, Coach und Berater aus Dresden, Sachsen

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