Muß ich immer entscheiden?

In seinem Beitrag “Wozu überhaupt entscheiden?” schreibt Kai-Jürgen Lietz, daß Nicht-Entscheiden keinen Sinn mache und kommt zu dem Schluß: “Der Sinn von Entscheidungen liegt darin, heute bereits die Grundlagen für eine Zukunft zu schaffen, in der wir gerne leben und arbeiten möchten. Entscheiden heißt gestalten.”

Dem letzten Satz stimme ich zu. Ansonsten fällt mir dazu aber ein: Ich will, kann und muß nicht immer (mit-)gestalten. Manchmal ist nicht-gestalten, also nicht-entscheiden, durchaus sinnvoll. Denn gestalten und entscheiden macht Aufwand und braucht Kräfte, die vielleicht gelegentlich woanders besser aufgehoben sind.

Allerdings plädiere ich damit nicht dafür, Dinge einfach so laufen zu lassen. Einer Entscheidung bedarf es schon. Nämlich der: hier bewußt nicht zu entscheiden (und sich den Aufwand einer Entscheidung zu sparen).

Diese Lösung wäre also so eine Art kontrolliertes Laufenlassen – im Gegensatz zu immer-entscheiden-müssen und auch im Gegensatz zu wegschauen-und-laufen-lassen.

Also: Hinschauen-und-laufen-lassen. – Das Hinschauen als wesentlicher Unterschied.

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Eine Antwort auf Muß ich immer entscheiden?

  1. Dem stimme ich zu.
    Wer überall mitmischt hat bald keine Farbe mehr. ;-)
    Wir werden ja nur dann mitgestalten, wenn es unsere eigenen Vorstellungen berührt. Mit anderen Worten, wir arbeiten an unserer eigenen Version der Zukunft und lassen die anderen ihr “eigenes Ding machen”. :-)

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