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So arbeite ich: „This is how i work“

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Manchmal werde ich gefragt, wie ich arbeite und welche Technik ich dazu verwende. Und gelegentlich habe ich hier auch schon dazu geschrieben. Jetzt hat mir mein Blogger-Kollege Roland Kopp-Wichmann ein Blogstöckchen zum Thema “How I work” zugeworfen, was er von Markus Väth, Svenja Hofert und Isabella Donnerhall bekam. Ich werde hier auf die Fragen dazu antworten. (Ein Blog Stöckchen ist eine Aktion die Blogger und Blogs miteinander vernetzt. Hier wird aber nicht nur ein Thema vorgegeben, wie bei einer Blogparade, sondern es werden ganz konkrete Fragen gestellt und von den teilnehmenden Bloggern beantwortet.)

This is how I work.

Blogger-Typ

Das hatte sich gewandelt: Als ich 2005 mit bloggen begann, schrieb ich nach Lust und Laune irgendwann über irgendetwas das mich bewegte. Heute bin ich thematisch etwas fokussierter und versuche einigermaßen regelmäßig etwas zu schreiben, das meine Leser interessiert.
In manchen Momenten bewundere ich Blogger Kollegen, wie zum Beispiel Roland Kopp-Wichmann, die es schaffen, ganz regelmäßig (einmal pro Woche) zu bloggen. Das ist nicht meine Art. Vielleicht bin ich ja näher mit Kairos verwandt, als mit Chronos.zielscheibe

Gerätschaften digital

Früher hatte Mobilität bei mir die oberste Priorität. Seitdem ich auch Videos veröffentliche ist mir Leistung wichtiger geworden. So habe ich jetzt ein leistungsfähiges Ideapad von Lenovo, mit dem auch zügig meine Videos bearbeitet werden können.

Um auch unterwegs im Café oder auf der Parkbank arbeiten zu können, habe ich dazu ein Tablet, das Nexus 7. Das passt sogar in eine größere Jackentasche.

Mein Ericsson-Smartphone mit 3,7 Zoll Display und Android ist schon leicht in die Jahre gekommen. Eigentlich mag ich es sehr. Mit dem internen Speicher komme ich allerdings immer mehr an Grenzen. Ich werde es wohl bald ersetzen.

Das Smartphone nutze ich auch als Diktiergerät. Außerdem nehme ich meine Videos neuerdings in HD auf, mit einem Sony Camcorder (HDR-CX320) mit externem (Krawatten-)Mikro.

Als Telefonanschluss für unser DISA- Dresdner Institut für systemisches Arbeiten habe ich oft noch ein ganz einfaches Nokia 2630 für etwa 20 € dabei. Das ist so schön einfach. Ich glaube, damit kann man wirklich nur telefonieren!

Gerätschaften analog

Immer dabei ist ein Notizbuch, am liebsten mein Moleskine-Reporterblock liniert A6 mit einem passend eingekürzten Bleistift mit Radiergummi am Ende.

Ich sortiere viel in farbigen Dokumentenmappen (an 2 Seiten offen) und bin Hängeregistratur-Fan. Da ich früher recht hohe Papierstapel bei mir liegen hatte, fand ich sehr attraktiv, was ich über Hängeregistraturen las: Drehen Sie ihren Papierstapel einfach um und finden Sie mehr! Und bei mir funktioniert das wirklich sehr gut.

Ansonsten notiere ich mir sehr viel auf verschiedensten Zetteln, die dann jeweils dort landen, wo ich darüber stolpere, wenn ich sie abarbeiten muss – also: in meiner Hosentasche, auf meinen Schreibtisch, in der Hängeregistratur, in der Tablet-Hülle und und und…

Arbeitsweise

Ich tanze zwischen Struktur und Chaos hin und her. Größere Zeiträume beinhalten klare Ziele und Aufgaben. Innerhalb dieser bin ich jedoch sehr flexibel, was nun genau wann erledigt wird. Deswegen sind mir Wochenpläne auch wesentlich näher als eng strukturierte Tagespläne (siehe auch hier). Und deswegen kann ich auch nie so ganz genau sagen, wann der nächste Blogartikel erscheint.

Ich plane gern und werfe auch gern meine Pläne über den Haufen.

Sehr entspannend war für mich vor einigen Jahren der Gedanke, dass ich auch anbieten und abliefern kann, was noch nicht perfekt ist. Über manche meiner früheren Beiträge muss ich heute schmunzeln und auch die ersten Videos entsprechen nicht mehr meinen heutigen Qualitätskriterien. Ich bin jedoch heute froh, dass ich damals so begonnen habe und dadurch über das Tun und die Rückmeldungen gut lernen konnte.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Nachdem ich 2005 bei Google ein Blog eröffnet hatte, mit blogspot.de-Adresse, bin ich dann im April 2007 auf WordPress umgestiegen und nutze es bis heute. WordPress ist einfach zu bedienen, dennoch auch für größere Websites tauglich, es gibt eine große aktive Community dazu, die viele Erweiterungen und Anleitungen zur Verfügung stellt, und ich bin eben jetzt schon lange in dieses System gut eingearbeitet.

Ich recherchiere wenig beim bloggen, meist direkt vor dem Schreiben eines Artikels. Vieles schreibe ich einfach aus meiner Erfahrung heraus. Ich brauche keine weiteren Tools als den Browser. Von dort kopiere ich mir wichtiges einfach direkt in die Word Datei in der ich dann den Blockposts schreibe. Zur Bookmark Verwaltung reicht mir die interne Funktion vom Firefox vollständig.

Blogbeiträge tippte ich entweder unterwegs mit zwei Daumen in mein hochkant gestelltes Nexus 7 oder ich nutze im Heimbüro die Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking. Die Software habe ich jetzt schon in unterschiedlichen Versionen (zurzeit Version 12) seit über sechs Jahren im Einsatz. Ich habe ein Bluetooth-Mikrofon, so dass ich in entspannter Haltung sitzend, vielleicht mit den Füßen auf dem Schreibtisch, oder herumlaufend meine Texte diktieren kann. Erfahrungsgemäß fließen so die Ideen viele besser, als wenn ich vor der Computertastatur sitze und die Texte eintippe.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Viele Ideen kommen durch die Arbeit mit meinen Klienten und Seminarteilnehmern. Über Themen die dort sehr individuell angesprochen werden, schreibe ich dann manchmal auf einer allgemeineren Ebene im Blog. Außerdem inspiriert mich mein Alltag, Kollegen oder Newsletter.
Seit etwa einem Jahr nutze ich die Basisversion von der Evernote um die Ideen zu sammeln und zu strukturieren.

Der beste Rat den du je bekommen hast?

„Gute Vorbereitung spart dir die Hälfte der Arbeit“ sagte mir in meiner Mechanikerlehre mein Lehrfacharbeiter. Dieser Rat begleitet mich bis heute und manchmal gebe ich ihn auch weiter zum Beispiel in meinem Gesprächsführungskursen oder in diesem Video.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Angefangen und dann durch Training schneller und besser werden. – Wenn ich daran denke, wie lange ich an meinen ersten Artikeln gesessen habe … da brauche ich heute höchstens noch ein Drittel der Zeit.

Benutzt du eine To-Do-List-App?

Die tägliche Liste schreibe ich per Hand auf die Rückseite eines bereits benutzten A4 Blattes. Für die To-Do-List mancher einzelner Projekte nutze ich Evernote.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Ich brauche unterwegs auf jeden Fall etwas zum Musikhören. Wenn das Telefon also ein Smartphone ist, mit dem man MP3s abspielen kann, reicht mir das. Und wenn unter Computer auch mein Tablet zählt, dann komme ich mit Telefon und Computer wunderbar aus.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Mir wird nachgesagt, ich könnte komplexe Zusammenhänge gut in einfachen Sprachbildern darstellen. Ich glaube das habe ich einfach sehr trainiert. Dies hängt wohl damit zusammen, dass ich etwas selbst nicht verstehen kann, solange ich dazu eine Perspektive habe, in der es allzu komplex ist. – Ich spiele überhaupt gern mit Perspektiven und Komplexität.

Und singen kann ich auch – irgendwie – scheinbar auch ganz ansprechend. Bis vor einigen Jahren spielte ich dazu in einer Band und noch heute lade ich einmal im Monat zum Singen ein.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Direkt beim Schreiben brauche ich es ruhig.
Beim recherchieren und dem technischen Kram läuft sehr verschiedene Musik, beispielsweise Neil Young, Karussell, Engerling, Jürgen Kehrt, Roland Kaiser, OMD, Annett Louisan, Stefan Gwildis – was mir grad so unter die Finger kommt. Nur kein Radio! Da nervt mich die Werbung und das Gerede.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule, Nachtigall oder Lerche?

Der ideale Büro-Arbeitstag: Manche meinen, ich schliefe früh recht lang. Das relativiert sich aber, wenn man weiß, dass ich in meiner Mechaniker-Zeit durch eigenes Erleben zu der festen Ansicht kam: vor um 6 aufstehen müssen ist unmenschlich, vor um 7 aufstehen müssen unerträglich. Also 7.30 Uhr den Wecker klingeln lassen, dann noch im Bett innerlich den Tag vorbereiten und um 8 Uhr aufstehen, ist mein idealer Rhythmus.
Dann kann ich auch direkt beginnen zu arbeiten. Frühstück gibt‘s dann gegen 10 Uhr.
Wenn ich Tablet oder Laptop dabei habe, kann ich sogar auch gern vor dem aufstehen 1 bis 2 Stunden aus dem Bett heraus arbeiten.
Von 14 bis 16:00 Uhr ist dann Mittags- und Schlafpause. Und dann kann es bis spät in den Abend hinein gehen.

Allerdings gibt es solche Tage dann doch recht selten. Außentermine wie Klientengespräche oder Seminare sorgen immer wieder Abwechslung.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Hintergrundfarbe introvertiert, mit wachsenden extrovertierten Punkten.
Ich entspanne mich auf jeden Fall besser allein, wenn ich Ruhe habe und ruhig bin – das kann gern auch in sehr belebter Umgebung geschehen.
Und manchmal will doch auch ein Stück „Rampensau“ herausgelassen werden.

Noch irgend¬was wichtiges?

Bloggen hat mir geholfen, zu lernen meine Gedanken zu strukturieren und auszudrücken. Insofern kann ich es gerade Menschen, die auf diese Fähigkeiten angewiesen sind, nur empfehlen. Man sollte allerdings wissen: Bloggen braucht Zeit. Und auch hier kommt der Erfolg nicht durchs ausprobieren, sondern durchs dranbleiben.

Wer sollte die Fragen noch beantworten?

Elke Fleing
Marc Perl-Michel
Kai-Jürgen Lietz
Claudia Dieterle

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Lemke,
    schön, dass Sie das Stöckchen aufgefangen haben.
    (Noch ein Blogger, der singt!)

  2. Hallo Herr Lemke,
    vielen Dank für Ihre Mail und den Link. Wie ich zum Bloggen gekommen bin, habe ich in einer Blogparade beschrieben:
    http://www.tipptrick.com/2013/07/19/claudias-praktischer-ratgeber-zum-internet/
    Mir macht neben dem Schreiben vor allem der kreative Teil, das Bild oder die Grafik zum Blogartikel Spaß. Da mittlerweile immer mal wieder ein Kommentar kommt auf meinem Blog oder über soziale Netzwerke, bin ich auch motiviert weiter zu machen. Blogparaden finde ich auch immer wieder interessant und habe auch schon selbst zu einer aufgerufen
    Viele Grüße
    Claudia Dieterle

  3. Interessant zu sehen, wie andere Blogger arbeiten. Darf man eigentlich nur mitmachen, wenn man namentlich genannt/dazu eingeladen wird?

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