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Businesstipp: Nimm den Seiteneingang

| 5 Kommentare

Gitte Härter von unternehmenskick.de fragt Blogger nach ihren besten Businesstipps. Hier ist meiner:

Nimm den Seiteneingang

…wenn am Haupteingang eine Schlange steht!

Wieviele Unternehmer und Selbständige versuchen den ordentlichen und richtigen Weg zu gehen, den alle nehmen?

Der Handwerksbetrieb beispielsweise, der sich mit viel Aufwand an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt, mit Dumpingpreisen konkurrieren muß, um dann vielleicht bei jedem zwanzigsten Angebot einen Auftrag zu erhalten.

Oder der Kommunikationstrainer, der auch gern eines der ganz großen Unternehmen in seiner Referenzliste aufführen würde und berichtet, daß er schon oft bei Trainer-Castings war, um dann beim Probe-Training mit seinem Know-How die internen Trainer weiterzubilden. Eine freundliche Absage hat er erhalten. Die gehobene Geschäftsaustattung inclusive größerem Wagen und teurem Outfit hat er damit nicht refinanzieren können.

Auch um die Arbeit des Arbeitnehmers ist es schade, dessen Bewerbung wegen undurchschaubarer Kriterien durch die Formkontrolle der Personalabteilung fällt, weil die Sachbearbeiter ja irgendwie dem riesigen Berg an Bewerbungen Herr werden müssen.

Wir wissen schon lange wie es geht

Als Jugendliche haben wir es gewußt: Sind wir in die Diskothek gegangen, bei der man sich mit ungewissem Ausgang der Einlaßkontrolle lange anstellen mußte? Nein! Wir gingen dorthin, wo wir den Einlaß kannten – oder wir sind mit jemandem mitgegangen, der dort den Einlaß kannte, wo wir hinein wollten.

Wir alle kennen irgendwo jemanden, der uns zum Seiteneingang hineinläßt! Statt an der Disko mit der langen Schlange zu stehen, können wir zu der gehen, in die wir hineinkommen. Vielleicht lernen wir ja dort jemanden kennen, der den Einlaß unserer Wunschdisko kennt?

Das ist eines der wichtigsten Themen meiner Coachings:
Welche Möglichkeiten habe ICH, auf MEINE ART, mit MEINEM NETZWERK, ins Spiel zu kommen oder mein Geschäft auszubauen?
Mit wem kann ich durch welchen Seiteneingang gehen?

Ich selbst stelle mir diese Frage mindestens einmal pro Woche.

[Update August 2013: Beim Chef-Treff gibt es dazu auch ein Video für angeneldete Leser, hier (hier enmelden)]

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

5 Kommentare

  1. Geht es Ihnen in Ihrem Beitrag hauptsächlich darum, dass man sich Nischen sucht und nicht anbietet was alle anbieten – oder darum, schon bestehende Kontakte zu nutzen, um in ein Unternehmen hinein zu kommen? Mir ist nicht ganz klar, was von den beiden Aspekten Sie als „Seiteneingang“ bezeichnen. Wobei das für mich auch einen leicht negativen Klang hatte (so wie „durch die Hintertür“), der sich aber verliert, wenn man den zweiten Teil des Satzes liest.
    Und die Empfehlungen sind allemal richtig! 🙂
    Schöne Grüße
    Zamyat M. Klein

  2. In diesem Artikel geht es mir vor allem darum, bestehende Kontakte zu nutzen, also zu schauen, welche Menschen ich kenne, die Menschen kennen, die mir den Zugang öffnen können. Ein Beispiel: Der Kommunikationstrainer geht als Co-Trainer zu einem Seminar mit einem ihm bekannten Kollegen mit und macht dabei sich und seine Arbeitsweise bekannt. Vielleicht springt er auch ein, wenn der Kollege verhindert ist oder wirbt für einen Aspekt seiner Arbeit, den der Kollege selbst nicht bedienen kann und will – natürlich in Loyalität zum Kollegen, sonst geht das schief.
    Zum Klang von „Seiteneingang“: Wer nicht darauf besteht, am Haupteingang in allen Ehren empfangen zu werden, landet über den Seiteneingang oft schneller an den wichtigen Schaltstellen. Der Zugang ist nach meiner Erfahrung direkter und umgeht das aufwendige (oft ablenkende) Empfangsprozedere.

  3. Hallo, Herr Lemke!

    Klingt nachvollziebar. In dem von Ihnen beschriebenen Sinne suche ich auch nach „Seiteneingängen“. 😉

    Herzliche Grüße aus Hamburg

    Norbert Jothann

  4. Warum schreiben Sie nicht ein Buch darüber? Ich könnte mir sogar schon das Cover gut vorstellen 🙂

    Ich bin auch so einer, der gerne Mal den Haupteingang nimmt. Inwischen funktioniert das auch ganz gut. Aber früher war’s echt peinlich. 🙁

  5. Eine schöne Idee…
    Das Cover hätte ich auch schon im Kopf.

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