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Eigene Internetseite für die Firma – 4

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Dies ist der 4.Teil einer losen Reihe über eine eigene Internetpräsenz für Selbständige, Firmen oder Praxen:

Nachdem ich in den letzten Beiträgen über Sinn und Unsinn einer eigenen Internetpräsenz geschrieben habe, hier nun die Antwort auf die Frage:
Wie komme ich preiswert zu einer eigenen Internetseite?

Doch dazu vorab: Internet ist Chefsache! – Erst recht im Dienstleistungsbereich. Sie lesen hier, wie Sie selbst mit normalen, Office-tauglichen Computerkenntnissen, eigene Inhalte im Internet veröffentlichen und Kontakt zu Ihren Kunden herstellen und halten können.

Technische Voraussetzungen

Damit Sie sich bei Ihrer Internetseite wirklich auf die Kommunikation mit Interessenten und Kunden konzentrieren können, sollten Sie vorgefertigte Systeme für den technischen Teil Ihrer Internetpräsenz nutzen. Das System Ihrer Wahl sollte einfach zu bedienen, gut dokumentiert und preiswert, am Besten kostenlos, sein. Wenn es ein schon einige Zeit im Internet verbreitetes OpenSource-System ist, erhalten Sie nicht nur das System gratis, sondern oft noch jede Menge nützliche Erweiterungen oder Layouts.

CMS oder Weblog

Ein Content-Management-System (CMS) soll helfen, Inhalte von Internetseiten zu verwalten, wie der Name schon sagt. Da gibt es sehr ausgeklügelte Systeme mit der Möglichkeit, mehrere Redakteure und/oder Administratoren mit jeweils unterschiedlichen Berechtigungen auszustatten und komplexe Webseiten zu managen.
Ein Weblog ist vom Grundgedanken her etwas kleiner: ein Internettagebuch. Es ist hervorragend geeignet, auf einfach Weise neue Artikel (Inhalte) aufzunehmen und organisiert diese in der Regel chronologisch.
Im Laufe der Zeit näherten sich beide Verwaltungssysteme an. Es gibt Weblog-Software mit CMS-Funktionalitäten und CMS mit Weblogfunktion.

Wichtig ist: Sie brauchen ein einfaches System, mit lieber nicht zu vielen Möglichkeiten. Sie wollen ja kein Internetprogrammierer werden, sondern Ihre Firma im Internet darstellen! Je mehr Auswahlmöglichkeiten bei jedem Detail zur Verfügung stehen, umso größer ist die Gefahr, sich im Technischen zu verstricken. Und im Internet gilt noch immer: Inhalt zählt!
Legen Sie also vor allem Wert auf für Ihre Leser interessante Inhalte und auf die Form Texte, statt zuviel in Layout und technische Spielereien zu stecken.

Da Google Weblogs liebt und die Form des Tagebuches sich hervorragend eignet, um sich für die Leser erlebbar zu machen und Kontakt zu Kunden zu halten, empfehle ich Ihnen ein Weblog-System.
Hier vier Kandidaten:
Drupal
Serendipity
Moveable Type
WordPress
Schauen Sie einfach bei Google unter „Blogsystem“ oder geben Sie die Namen der Kandidaten ein, wenn Sie weiter recherchieren wollen.
Einen Vergleich von Weblog-Systemen finden Sie auch hier bei cmscentral.

Mein Favorit: WordPress

Meine Internetseiten laufen größtenteils mit WordPress. Das System ist weit verbreitet. Es ist gut dokumentiert. Zu fast jeder meiner Fragen habe ich bisher nach spätestens 7 Minuten Recherche über Google eine Antwort gefunden. Und es gibt viele nützliche Erweiterungen (Plugins) und Layout-Systeme (Templates) kostenfrei im Internet.
Meine weiteren Ausführungen beziehen sich größtenteils auf WordPress, gelten jedoch für die anderen Systeme ähnlich.

Der Platz im Internet

Das Internet ist ja nun wirklich nichts zum Anfassen. Dennoch benötigen Sie einen Platz, auf dem Ihre Seiten liegen, den Webspace. Sie brauchen einen Anbieter, der Ihnen etwas Platz auf seinem Internetserver zur Verfügung stellt. Webspace für WordPress finden Sie hier und hier für etwa 3,50 Euro im Monat. An beiden Stellen sogar schon mit vorinstalliertem WordPress. Empfehlen würde ich allerdings, dieses nicht zu nutzen, sondern die deutsche Version direkt von WordPress-Deutschland herunterzuladen. Doch dazu später.

Egal für welches System Sie sich entschieden haben:

  1. Schauen Sie, welche Ressourcen das System benötigt. Bei WordPress sind das beispielsweise PHP und mindestens eine MySQL-Datenbank.
  2. Recherchieren Sie nach einem Webspace-Anbieter. Schauen Sie nicht nur auf den Preis sondern lesen Sie im Internet nach, was andere Nutzer über den Anbieter sagen. Sie brauchen guten Service (Support) und ordentliche Leistung (beispielsweise Verbindungsgeschwindigkeit). Oder nutzen Sie eine der oben genannten Firmen. Mit beiden habe ich gute Erfahrungen gemachtt.
  3. Wählen Sie ein Paket mit den notwendigen Ressourcen aus.
  4. Bestellen Sie noch nicht! – Sie brauchen erst noch eine Internetadresse

Ihre Anschrift im Internet

Wo Sie Ihre Seiten ablegen werden, wissen Sie jetzt. Aber unter welcher Adresse (Domain) werden Sie erreichbar sein?
Ideen für die Adresse:

  • Ihr Name, beispielsweise: www.isoldemueller.de
  • Ihr Firmenname: www.fitnessstube.de
  • Eine Verbindung von Beidem: www.fitness-mueller.de
  • Ihre Berufsbezeichnung: www.fitness-coach.de
  • Ihre Branche mit Ihrem Ortsnamen: www.fitness-dresden.de

Suchen Sie mehrere Namen. Viele Adressen sind im Internet schon vergeben. Denken Sie daran, daß die Adresse leicht zu merken sein soll. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Adresse so am Telefon sagen könnten, daß Ihr Gesprächspartner die richtige Seite im Internet findet.

Gut sind also beschreibende kurze Namen. Nehmen Sie sich Zeit, gute Möglichkeiten zu finden. Diese Anschrift wird (sollte!) sich nicht so bald wieder ändern.

Es wird ernst

Gehen Sie nun auf die Internetseite Ihres Webspace-Anbieters und bestellen Sie das Webpaket. Im Laufe der Bestellung haben Sie auch die Möglichkeit Ihre Wunschadresse (Domain) anzugeben. Wenn die Domain noch frei ist: Herzlichen Glückwunsch!

Ist die Domain schon belegt (eher die Regel), nutzen Sie Ihre zuvor erarbeiteten Alternativen. Ich würde zuerst immer versuchen, eine Domain mit der Endung „.de“ zu bekommen. Diese ist in Deutschland am geläufigsten. Ist dort nichts Passendes mehr frei, weichen Sie auf „.com“ oder „.net“ aus. Andere Länderendungen(„.ch“ oder „.at“) würde ich nur im absoluten Notfall nehmen, wenn ich aus Deutschland komme.

Nichts gefunden?

Wenn Sie im Augenblick keine gute Adresse finden, brechen Sie den Bestellvorgang lieber ab. Suchen Sie in Ruhe nach einem neuen Namen für Ihre Adresse. Geben Sie Ihre Ideen einfach in Ihren Browser ein und schauen Sie, ob unter der Adresse schon eine Seite existiert. Oder nutzen Sie die Auskunft der Registrierungsstelle für de-Domains Denic (rechts oben das Feld Domainabfrage). – Mit genügend neuen Ideen gehen Sie dann wieder zur Bestellung des Webpaketes.

Das ist Ihr Baugrundstück

Name und Webspace sind nun gesichert. Den Bauplatz haben Sie schon. Im nächsten Beitrag lesen Sie, wie Sie Ihr Haus im Internet bauen und einrichten können.

Hier finden Sie alle Artikel der Reihe “Eigene Internetseite für die Firma“

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

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