LebensWert

PersönlichkeitsEntWicklung

Einfach würfeln…

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„Ich kann mich nicht entscheiden…“ – höre ich am Nebentisch. „Tja, was macht man da?“ – denke ich.

Ganz einfach: Wer sich nicht entscheiden kann, soll würfeln!

Wieso? – In Situationen, wo das Nichtentscheiden blockiert und die zur Verfügung stehenden Alternativen keinen wesentlichen Unterschied machen, helfen Würfeln, Münzewerfen & Co gut weiter. – Damit fällt (endlich) eine Entscheidung und man wird wieder frei für Wesentliches.wuerfel.jpg

Beispiel gefällig?

Sie sitzen vor der Speisekarte und können sich nicht zwischen dem Spargelgericht und dem Essen mit Zucchini entscheiden. Oder: Sie wollen ein Geschenk kaufen, stehen im Geschäft und wissen nicht, ob es nun die kleine rote Vase oder doch lieber die schlanke grüne sein soll…

Man könnte meinen, das seien Nichtigkeiten. Doch wie oft blockieren solche unwesentlichen Entscheidungen den Gedankenfluß? – Nach meiner Erfahrung berichten gerade Menschen, die oft und viel entscheiden (müssen), über diese Blockaden.

Also nur Mut: Würfeln ist schon in Ordnung! – Und danach ist der Kopf wieder frei!

(Wahrscheinlich stehen jetzt manchem Entscheidungsexperten die Haare zu Berge… )

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

2 Kommentare

  1. … Ich muss gerade mal meine Haare wieder in Ordnung bringen 😉
    Hin und wieder fehlen uns die Kriterien, um verschiedene Entscheidungsalternativen zu unterscheiden.
    Würfeln ist in dem Fall tatsächlich nur ein Hilfsmittel, denn der Entscheider merkt unmittelbar danach, ob er sich mit der (erwürfelten) Alternative anfreunden kann oder nicht.

    In Wirklichkeit trifft der Entscheider damit eine explorative Entscheidung. Er erforscht sich und sein Unterbewusstsein. Wenn sich Widerstand regt, ist es wohl die falsche Entscheidung

    Die wohl bekannteste explorative Entscheidung kennen wir noch aus dem alten Testament. Da hat König Salomon sein berühmtes Urteil gefällt, allerdings erst, nachdem er durch eine explorative Entscheidung („nehmt das Kind und zerteilt es“) herausgefunden hatte, wer die wahre Mutter des Kindes ist.

    Den Würfel braucht es also gar nicht 😎

  2. Danke für die Erklärung! Da wäre die Würfel-Entscheidung dann praktisch eine Probe-Entscheidung vor der richtigen Entscheidung. – Das wäre ja ähnlich, wie die Methode, eine Gedankenreise in die Zukunft mit der einen Alternative hinein zu unternehmen, um zu spüren, wie es Einem damit gehen würde und danach die Entscheidung zu fällen. – Spannender Gedanke.

    Und bei welcher der Alternativen beginne ich jetzt mit der Gedankenreise? – Ach da würfel ich einfach… 🙂

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