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Gespräche: Erst anfangen wenn alle da sind!

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Als eines der wichtigsten Ergebnisse meldeten die Teilnehmer der letzten Weiterbildung zur Gesprächsführung die Erkenntnis zurück: Wichtige Gespräche beginnt man am besten erst dann, wenn die Teilnehmer richtig da sind!

Eine Binsenweisheit?
„Richtig da“ heißt nicht nur „körperlich anwesend“.
„Richtig da“ meint auch: Mit Verstand und Gefühl bereit für das Gespräch.

Wie oft beginnen wir Gespräche „mal so schnell nebenbei“?
Wie oft sind wir mit unserem eigenen Denken und Fühlen so beschäftigt, dass wir gar nicht registrieren, ob unser potentieller Gesprächspartner überhaupt für ein Gespräch offen ist?
Wie oft stellen wir erst im Nachhinein fest, dass ein Gespräch hätte besser laufen können, wenn wir anders angefangen hätten?

Wichtige Gespräche brauchen guten Kontakt

Je schwieriger wir den Gesprächsinhalt einschätzen, umso wichtiger ist es, einen tragfähigen Kontakt zum Gesprächspartner herzustellen.

Wie macht man das?

Nachdem Gesprächsthema, Gesprächsziel und voraussichtliche Gesprächsdauer vereinbart sind und Sie sich mit ihrem Gesprächspartner am passenden Ort befinden, stellen Sie sich auf ihren Gesprächspartner ein. An dieser Stelle bekommt der viele gescholtene Small-Talk einen Sinn.
Gehen Sie dabei nicht nur immer wieder in Augenkontakt, sondern hören Sie Ihren Gesprächspartner auch aufmerksam zu.

Wenn Ihnen Ihr Gesprächspartner besonders fremd oder gar unsympathisch ist, benutzen Sie ruhig ein paar Tricks:

  • ahmen sie den Atemrhythmus Ihres Gesprächspartners nach
  • spiegeln Sie seine Körperhaltung
  • passen Sie Ihre Sprechgeschwindigkeit und Sprachmelodie der Ihres Gegenüber an
  • nutzen Sie die Redewendungen Ihres Gesprächspartners
  • Machen Sie sich bewusst, und bringen sie es gegebenenfalls auch ins Gespräch, was sie mit ihrem Gesprächspartner gemeinsam haben, was sie verbindet

Der Hintergrund des Ganzen:
Ähnlichkeit erzeugt (in der Regel) Sympathie. Sympathie macht den Weg frei für guten Kontakt. Wenden Sie die Tricks so lange an, bis sie spüren, dass in Ihnen die Sympathie für ihren Gesprächspartner steigt.

In der Regel sind dann auch sie ihrem Gesprächspartner sympathischer ( Spiegelphänomen).
Wenn Sie möchten, können Sie jetzt den guten Kontakt noch testen: verändern sie ihre Körperhaltung (beugen sie sich beispielsweise nach vorn) und schauen Sie, ob ihr Gesprächspartner ihnen folgt.

Wenn Sie so „auf einer Wellenlänge“ angekommen sind, ist das Feld für ihr wichtiges Gespräch bereitet.

Mein Tipp:

Achten Sie in den nächsten zwei Wochen besoders darauf, vor einem Gespräch guten Kontakt zu ihrem Gegenüber herzustellen. Üben Sie dabei die oben genannten Tricks.
Analysieren sie ihre Gespräche (gerade auch die weniger gut gelaufenen) auf ihr Verhalten in der Kontaktphase.

Und wenn sie intensiver Ihre Gesprächsführung und Kontaktherstellung verbessern wollen:
Schauen Sie hier beim Kurs „Gespräche wirksam gestalten“

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

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