LebensWert

PersönlichkeitsEntWicklung

Grundeinkommen für Alle

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Im aktuellen „Bankspiegel“, der Kundenzeitschtrift der sehr empfehlenswerten GLS-Bank aus Bochum, wird Prof. Götz W. Werner, Gründer und Geschäftsführer der DM-Drogeriemärkte, interviewt. Er spricht dort über die Entkopplung von Arbeit und Einkommen durch ein „Grundeinkommen für Jeden und Jede“. Die bei uns herrschende Kultur des an Erwerbsarbeit gekoppelten Einkommens, führt ja zu recht absurden Phänomenen. Tätige Menschen, die tagaus tagein für die Gesellschaft wichtige Arbeit verrichten indem sie beispielsweise Kranke pflegen und Kinder betreuen, bekommen ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil sie offiziell den Status eines Arbeitssuchenden haben, Hartz 4 empfangen und die betreuten Personen die eigenen Eltern und die leiblichen Kinder sind.

Würden sie Ihre Verwandten in fremde Betreung geben und vieleicht als Altenpfleger oder Kindergärtnerin anderer Leute Verwandte betreuen, wäre nach offiziellen Maßstäben alles in Butter.

Die Idee, Arbeit und Einkommen voneinander zu entkoppeln, ist schon recht alt, 1848 wurde sie erstmals veröffentlicht. Eigentlich leben wir ja heute in paradiesischen Zuständen. Die Menschen früherer Jahrgänge haben sich gewünscht, einmal nicht nur arbeiten zu müssen um überleben zu können. Diesen Zustand haben wir erreicht: Es müssen nicht mehr alle acht Stunden täglich arbeiten, damit wir etwas zu essen und eine warme Wohnung haben. Aber bis jetzt können die meisten Betroffenen diesen Zustand noch nicht genießen, weil sie per Definition zu Schmarotzern abgestempelt und damit entwertet und frustriert werden.

Oft hört man, daß sich Menschen darüber beschweren, daß Kommunen Geld sparen und wichtige Arbeiten einfach nicht mehr erledigen. Andererseits gibt es viele Menschen, die zu Hause sitzen, Geld vom Amt bekommen und sich beklagen, weil sie sich nutzlos vorkommen. Wenn sie dann eine ehrenamtliche Arbeit beginnen, müssen sie sich von Nachbarn und Bekannten fragen lassen, wieviel Geld sie denn dafür bekommen. Denn ohne Geld zu arbeiten, gilt als „dumm“. „Da bleib ich lieber zu Hause“ – und fühle mich nutzlos…

Professor Werner spricht im Interview davon, daß wir noch heute für die Bereiche Arbeit und Einkommen ein Denkschema nutzen, daß auf die Verhältmisse von vor 100 jahren paßt. Neue Ideen sind gefragt!

Mit dem Thema ausführlich beschäftigt sich die Internetseite des Netzwerks Grundeinkommen

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

Ein Kommentar

  1. Hallo Thomas,

    es gibt eine sehr interessante Zeitschrift, Brandeins, die sich dem Thema schon ein ganzes Heft lang gewidmet hat. Eine faszinierende Idee.

    http://www.brandeins.de
    Viele Grüße

    Andreas B

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