LebensWert

PersönlichkeitsEntWicklung

Liebe Thaler

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oder Thalinesen oder Thalener??? – Wie auch immer. Dieser Beitrag ist für Euch:

Das da ist Euer schönes Städtchen von oben. Wirklich nett habt Ihr es bei Euch im Harz, vor allem natürlich an solchen vom Wetter bevorzugten Tagen wie in der Woche nach Ostern.

Der Urlaub mit meinen Kindern war sehr schön, die Natur in Eurer Gegend herrlich. Aber Eines frage ich mich: Seht Ihr die Taler (ja, diesmal ohne „h“) nicht? Oder wollt Ihr sie nicht sehen?

Gut, es ist Vorsaison, der richtige Betrieb geht erst los! Aber das Eure Seilbahn nur bis 18 Uhr zum Hexentanzplatz fährt, ist trotzdem schade. Und dass die Souvenir und Essen-Stände dort oben schon um 17 Uhr schließen, ist ja leider auch kein Witz, so unglaublich es klingt. Dass bei herrlichstem Wetter aber unten an Eurem Seilbahn- und Erlebniszentrum alle Angestellten die Türen fest verschließen, kann ich nicht verstehen.

Nicht nur, dass Ihr bei Euch Plakate aufhängen laßt, auf denen steht „Touristen rein! – Asylbetrüger raus!“. (Was schon schlimm genug ist!) Ihr zeigt auch noch auf andere Weise klar: Ihr wollt allein sein. – Auf jeden Fall ab 18 Uhr. Da sind nun (trotz dieser Schilder) Urlauber bis zu Euch gekommen, sind aus ihren Autos ausgestiegen, haben Geld bei Euch ausgegeben und was macht Ihr? Ihr laßt sie hungrig heimwärts fahren! Das ist nicht nett.

Dabei standen die Insassen der etwa 30 Autos, die am letzten Donnerstag um 18 Uhr auf dem Seilbahn-Parkplatz standen, doch alle vor den selben Fragen:

  • Was machen wir mit dem angebrochenen Abend?
  • Wo essen wir jetzt Abendbrot?

Wenn darauf ein einziger Eurer „Versorgungsbetriebe“ in Sichtweite des Weges von der Seilbahn zum Auto eine verlockende Antwort gehabt hätte, er hätte in der nächsten Stunde mindestens 30 Abendessen verkaufen können.

Leider war keiner da, der das wollte., obwohl Euer Ort nun wirklich nicht so extrem wohlhabend aussieht. Also, was gab’s: Reinsetzen ins Auto, in die Ferienwohnung fahren und das essen, was Edeka, Lidl & Co so von sich geben. – Schade! – Diese Chance war vertan. Und wahrscheinlich vertut Ihr sie ziemlich oft.

Ihr meint, bei Euch gäbe es doch genug Gaststätten im Ort? – Wahrscheinlich habt Ihr recht. Auf dem Weg von der Seilbahn zum Auto war davon nichts zu sehen. Und wer nach einem Urlaubs-wandertag an frischer Luft einmal im Auto sitzt, steigt so schnell nicht wieder aus… Schade, schade.

Naja. Ich hab’s zum Glück nur einmal erlebt. – Ihr erlebt es jeden Tag.

Schöne Grüße aus Dresden!

(Falls Ihr wissen wollt, wie man seine Gäste für sich gewinnen kann, fragt hier: www.gohliser-windmuehle.de». Der Wirt ist auf Draht!)

PS: So ist es ja in Verkauf und Marketing oft: Da wird bei Kunden Interesse geweckt, bis zum reifen Kaufwunsch und dann ist vom Verkäufer nichts mehr zu sehen. Der meint mangels Ausdauer vieleicht, seine Werbung sei bei diesem Kunden umsonst. Statt die reifen Früchte nun auch noch zu ernten, baut er lieber neue Bäume an, wirbt wieder neu. – Schade!

Kunden wollen geführt werden, bis zum Abschluß. Und auch gern noch weiter, bis zum nächsten Abschluß… Weist die Führung Lücken auf, sind die Kunden weg.

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

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