LebensWert

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Locker und entspannt zum Ziel

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Arbeiten Sie mit Gewohnheiten, statt mit Zielen

Sicher haben Sie im Leben noch etwas vor. Wahrscheinlich wollen Sie gern noch irgendetwas erreichen, etwas an Ihrem Leben verändern, noch irgendwohin.

Sich Ziele setzen, um etwas zu erreichen – das ist ein tolles Rezept!
Bringt aber allein: Nichts!

Hier geht es um Ziele, bei denen es vor allem ums Durchhalten geht. Also quantitative Ziele, zu deren Erreichen viele Schritte derselben Art notwendig sind (zum Beispiel Abnehmen, mehr Kunden haben etc.)

Ziele, für deren Erreichen es vor allem auf eine Abfolge verschiedenartiger Schritte ankommt, brauchen eine andere Vorgehensweise.

Wie man mit Zielen arbeitet, dazu gibt es jede Menge Hinweise

  • Wie man heraus bekommt, was man wirklich will. (Falls es dieses „wirklich“ wirklich gibt .)
  • Wie Ziele beschaffen sein müssen.
  • Wie man Ziele formulieren soll.
  • Wie man den Zielzustand imaginiert, ihn schon jetzt innerlich vorwegnimmt, als wäre er bereits eingetreten.

Jede Menge Tipps und Ratschläge. Viele tolle Ideen!
Und wieso sind all die Zielesetzer nicht schon längst dort wo sie hin wollten, glücklich und zufrieden?

Weil Ziele allein nicht reichen, ja manchmal sogar destruktiv wirken!

Wieso reicht es nicht, sich Ziele zu setzen?

Ziele herausarbeiten und gut formulieren ist durchaus sinnvoll. Man richtet sich dadurch aus. Wer ein Ziel hat und sich ihm zuwendet, steht schon erst einmal in der richtigen Richtung.
Allerdings: Wenn er seinem Ziel näher kommen möchte, darf es dabei nicht bleiben. Er muss auch loslaufen! Dem Zielesetzen müssen Handlungen folgen, und zwar Handlungen, die in die richtige Richtung führen. Wer nach vorn schaut, aber dann seine Schritte zur Seite oder gar nach hinten geht, kommt genau so wenig dort an, wo er hin will, wie jemand, der gleich in eine andere Richtung schaut.

Praktische Beispiele:
Wer abnehmen will und eine tolle Traumfigur imaginiert, dann mehr isst als vorher und sich noch weniger bewegt, kann sich trotz ständigem Blick aufs Ziel vom Ziel entfernen.
Wer für sein Geschäft mehr Kunden will, kann sich tolle Umsätze zum Ziel nehmen und vorstellen. Wenn er sich dann aus Angst vor dem persönlichen Kontakt vor seinen potentiellen Kunden versteckt, nicht ans Telefon geht und seine E-Mails nicht beantwortet, wird die Vorstellung allein nicht helfen.

Sich Ziele zu setzen und sich dann immer nur mit seinen Zielen zu beschäftigen bringt nicht voran!
Wer Ziele erreichen will, muss auch sein Handeln ändern!
Doch dazu später mehr.

Ziele können auch destruktiv wirken?

Ja. Da sind wir Menschen sehr unterschiedlich. Ich habe in meiner Praxis Klienten erlebt, die selbst von weit entfernten Zielen äußerst motiviert waren und jeden Tag genutzt haben Ihnen einen Schritt näher zu kommen.

Und ich habe andere erlebt, für die jeder Tag, an dem sie ihr Ziel noch nicht erreicht hatten, ein Misserfolg war, der sie demotiviert hat. So dass der Schritt in Richtung Ziel an jedem Tag immer kleiner wurde, mit der Gefahr, dass daraus bald Schritte rückwärts entstehen. Für diese Menschen ist der ständige Blick aufs Ziel kontraproduktiv.

Und wie kann es nun funktionieren, mit den Zielen?

lockerzielMachen Sie sich bewußt, wohin Sie wollen und dann sorgen Sie dafür, dass Sie „automatisch“ loslaufen!

  1. Nehmen Sie kurz Ihr Ziel in den Blick, um sich auszurichten.
  2. Beschreiben Sie dann die Art des Handelns, das sie in diese Richtung führt.
    z.B. beim Abnehmen: weniger essen, mehr bewegen.
    beim Kundenstamm erweitern: mehr Kontakte mit potentiellen Kunden.
  3. Überlegen Sie nun, welche Handlungsabläufe bzw. welche Gewohnheiten sie ändern oder etablieren könnten, um in die richtige Richtung voranzukommen.
    z.B.: beim Abnehmen: Morgens vor dem Frühstück Sport treiben; abends vor 18:00 Uhr das letzte kleine Essen
    beim Kundenstamm erweitern: einmal im Monat zu einer öffentlichen Veranstaltung gehen, wo sich potentielle Kunden aufhalten und mit mindestens drei verschiedenen Menschen ins Gespräch kommen; sobald eine Anfrage per Telefon oder E-Mail hereinkommt, wird sie sofort, vor allem Anderen, beantwortet
  4. Etablieren Sie diese Handlungsabläufe als Gewohnheiten.
  5. Schauen Sie zur Motivation innerlich immer wieder einmal auf Ihr Ziel, dann auf den Punkt, an dem Sie begonnen haben und erfreuen Sie sich an der Wegstrecke, die Sie schon zurückgelegt haben.

Sich gewissenhaft Ziele zu setzen ist in Ordnung. Aber dann reicht es nicht, auf das Ziel zu starren oder ständig daran herumzuändern. Sie müssen etwas tun! Immer wieder. Am Besten gewohnheitsmäßig, damit Sie ankommen.

Vergeuden Sie nicht zuviel Zeit und Energie mit der Arbeit an Ihren Zielen.
Ändern Sie ihre Gewohnheiten und Sie erreichen ihre Ziele!

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

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