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So finden Sie zu jedem einen Draht! – wenn Sie es wollen.

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Heute stelle ich ihnen eine Technik vor, mit der Sie zu jedem Menschen einen Draht finden können.

Ja, auch ich kenne es: Manchmal begegnen einem Menschen, mit denen man auf den ersten Blick möglichst nichts weiter zu tun haben möchte.
Dafür gibt es ja auch eine einfache Lösung: Man geht ihnen aus dem Weg!

Doch was ist, wenn man mit diesem Menschen dennoch auskommen muss oder möchte?
Vielleicht ist es ja ein Kollege, die Chefin, ein Kunde, der Nachbar, eine Mitreisende für längere Zeit oder eine andere Person, mit der man aus gutem Grund Kontakt haben will.

Was kann man hier tun?

Dazu müssen wir etwas genauer hinschauen:
Warum wollen wir mit diesem Menschen nichts zu tun haben?
Selbst wenn es gute Gründe, also „harte Fakten“, dafür gibt, spielen dabei vor allem unsere Gefühle eine große Rolle.
Sie beeinflussen unsere Aufmerksamkeit und bewirken, worauf wir unseren Blick richten. Und damit beeinflussen Sie auch, ob wir eher Dinge die uns ansprechen oder Abstoßendes am Anderen bemerken.

Das heißt: Wenn wir einem anderen Menschen begegnen, werden in uns sehr schnell und unbewusst Assoziationen zu bereits erlebten Situationen geweckt. Sind diese überwiegend unangenehm, ist uns unser Gegenüber „unsympathisch“.
Ist er einmal als unsympathisch eingestuft, sucht unsere Aufmerksamkeit (zumeist unbewusst) weiter nach Eindrücken, die dieses Gefühl bestätigen.
So kann es passieren, dass wir eine genaue Vorstellung von einem Menschen haben, ohne von ihm überhaupt etwas zu wissen.

Ein Beispiel:
Angenommen Sie hatten als Kind einen Lehrer, der sie schlecht behandelt hat. Vielleicht hat er Sie vor der ganzen Klasse blamiert. Dies war ein starker emotionaler Eindruck, der sich Ihnen „eingebrannt“ hat. Ihr Inneres möchte vermeiden, dass Sie jemals wieder in Gefahr kommen, einen so großen Schmerz zu erleben.

Jetzt tritt Ihnen ein Mensch gegenüber, der sich ähnlich wie Ihr ehemaliger Lehrer bewegt. Das muss nicht viel sein. Vielleicht drehen beide nur auf ähnliche Art ihren Kopf.
Ihr Inneres signalisiert: „Gefahr! Da ist er wieder!“ – Dies läuft jedoch unbewusst ab, so dass Sie bewusst nur bemerken: „Da kommt jemand zur Tür herein und mir zieht sich der Magen zusammen.“

Ihr Inneres sträubt sich.
Nun beginnt Ihr Inneres, manchmal schon etwas bewusster, nach Gründen für diese Ablehnung zu suchen.
Ja und was glauben Sie, was dabei herauskommt?
Wenn nach Gründen gesucht wird, jemanden abzulehnen: Kann man diese Gründe finden? – Genau! Es werden sich genug Gründe für die Ablehnung finden lassen!

Dabei wissen Sie eigentlich noch gar nichts über diesen Menschen! Sie kennen ihn ja gar nicht!

So wird auf Grund unbewusster Nachwirkungen einer früheren unangenehmen Situation heute der gute Kontakt zu einem Menschen verhindert.
Dass diese Dynamiken in uns so wirken hat gute Gründe! Manchmal allerdings haben Sie im aktuellen Leben ungute Auswirkungen.

Und wie können Sie jetzt dennoch einen Draht zu diesem Menschen finden?

Polen Sie Ihre Aufmerksamkeit bewusst um! Lassen Sie es nicht dabei, dass nach Gründen für Ablehnung gesucht wird.
Suchen Sie nach etwas Anderem.

Also, vorausgesetzt Sie sind sich selbst einigermaßen sympathisch:
Fragen Sie sich: Worin ist mir dieser Mensch ähnlich?

Und falls Sie sich selbst nicht als Beispiel nehmen möchten, suchen Sie sich einen Menschen heraus, den Sie sehr sympathisch finden, zu dem Sie einen guten Draht haben, und fragen Sie sich:
Worin sind sich die beiden ähnlich?

Suchen Sie nicht nach dem, was trennt, sondern suchen Sie bewusst nach dem, was verbinden kann.

Das können ganz einfache Dinge sein!

Ja, er ist auch ein Mann (oder sie ist eine Frau).
Ja, er hat die gleiche Anzahl Kinder.
Ja, er kommt auch aus…
Ja, erspielt auch…
Ja er hat auch… gelernt.

Suchen Sie mindestens 3 Sachen, in denen dieser Mensch Ihnen (oder der sympathischen Person) ähnlich ist.

Sie werden bemerken, wie sich Ihre Gefühle diesem Menschen gegenüber zum Positiven ändern.
Vielleicht wird er Ihnen ja nicht gleich super sympathisch – aber Sie werden mit ihm besser auskommen können!

Und noch mehr: Da Sympathie oft auf Gegenseitigkeit beruht, ist die Chance auch groß, dass Sie auch ihm sympathischer werden!

Und Menschen die sich sympathisch sind, finden meist auch für die „harten Fakten“ gute Lösungen.

Fragen Sie sich: Worin sind wir uns ähnlich?

Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

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