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Teams leiten und führen – als Teamleiter erfolgreich

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Für angestellte Teamleiter oder Selbständige und Unternehmer, die ein Team führen

Teamleitung ist eine Kunst. Aber wer hat schon Gelegenheit, diese Kunst zu erlernen, bevor er „ins Amt“ kommt? Lesen Sie in diesem Artikel, worin man sich als Teamleiter bilden sollte, beziehungsweise sogar muss – und wie Sie das tun können.

So läuft es oft – der Weg zum Teamleiter

Angestellte Teamleiter berichten mir oft: „Da war eine Stelle vakant und ich wurde gefragt, ob ich es mache, nach meiner Zustimmung kam eine kurze Einweisung und dann gings los.“ Qualifiziert für die Teamleitung war man scheinbar dadurch, dass man vorher ein guter Mitarbeiter oder Fachmann war. Das Leitung und Führung ein eigenes Fachgebiet sind, wofür es noch einmal spezieller Ausbildung, Wissen und eigener Erfahrung bedarf, ist nicht klar.
Das nenne ich die Methode „Mach mal!“.

Selbständige und Unternehmer dagegen rutschen oft einfach durch Wachstum ihres Geschäftes und das Anstellen von Mitarbeitern in die Führungsposition. Sie kommen irgendwie zurecht. Wenn etwas nicht klappt, scheint es an den Mitarbeitern zu liegen und diese werden ausgetauscht. Bis nach einigen Versuchen deutlich wird: Es muss noch an etwas Anderem liegen.
Das nenne ich die Methode „Es wird schon irgendwie.“

Beide Methoden funktionieren zu Beginn in der Euphoriephase oft ganz passabel. Wer allerdings länger in der Teamleiter-Position ist, merkt irgendwann: Das reicht so nicht! Hier laufen Sachen ab, die ich nicht durchschaue. Hier wirken im Team Dynamiken, die ich mit meinem Mitarbeiterwissen, meiner Fachkompetenz, nicht ausreichend gut handhaben kann. Oft wird dann vom weichen auf den harten Führungsstil umgeschalten – oder umgekehrt – ohne das die Ergebnisse besser werden. Im Gegenteil: Die Mitarbeiter werden zusätzlich verunsichert und die Lage wird schwieriger.

Mancher Teamleiter meldet sich auch und will ein Teamseminar durchführen, damit es besser läuft. Wenn wir im Coaching näher hinschauen zeigt sich dann oft: Das ist kein Problem der Mitarbeiter, sondern ein Führungsthema.

Wer Führungsverantwortung übernimmt, braucht Unterstützung!

Um in seiner neuen Rolle anzukommen ist der neue Teamleiter als ganzer Mensch extrem gefordert. Dabei von Beginn an den Überblick zu behalten, gut zu reflektieren, sich Führungswissen anzueignen und guten, tragfähigen, Kontakt zu den Mitarbeitern aufzubauen ist kein Pappenstiel. Um dabei Reibungsverluste zu vermeiden, die anderen Mitarbeiter nicht zu sehr zu irritieren (was immer zu Schwierigkeiten führt!) und letztlich die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams nicht zu gefährden, lohnt es sich, Teamleitern Unterstützung anzubieten – am Besten bevor ein Kind in den Brunnen gefallen ist.

Im besten Fall lernen werdende Teamleiter schon vor antreten der Position Grundlegendes über Leitung und Führung und bekommen in der Einarbeitungsphase individuelle Unterstützung durch Führungscoaching.
Wer dies als Teamleiter nicht hatte, die erste Zeit überstanden hat und dann bemerkt, das Schwierigkeiten auftreten, kann es immer noch in eigener Verantwortung nachholen.

Denken Sie daran: Leitung und Führung sind ein eigenes Fachgebiet. Das kann man autodidaktisch lernen und sich nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ vortasten. Allerdings riskiert man dann sehr viel: Den Einbruch der Leistungsfähigkeit oder gar das Auseinanderbrechen des Teams.
Wesentlich elaganter ist es, sich als Teamleiter gezielt zu Führungsthemen weiterzubilden.

Wovon sollte ein Teamleiter Ahnung haben?

  • Wie „funktionieren“ Teams – nach welchen Prinzipien ordnen sie sich?
    Welche Dynamiken sind bei der Teamleitung zu beachten. In Teams als sozialem Organismus ist es eben nicht einfach so, dass der, der in der Hierarchie am höchsten steht oder der mit den meisten Fachkenntnissen, das Sagen hat. Es wirken oft unterschwellige Wertesysteme und Befindlichkeiten mit, die es als teamleiter ind die Arbeit mit einzubeziehen gilt.

  • Was verändert sich für den Menschen, der zum Teamleiter wird?
    Gerade wer vom Mitarbeiter zum Teamleiter aufsteigt, wird bemerken, dass sich die Beziehungen zu den ehemals gleichgestellten Kollegen ändern. Die neue Rolle als Führungskraft will ausgefüllt werden – und das ist nicht immer leicht. „Warum klappt es mit den Kollegen nicht mehr wie bisher? Warum sind die so reserviert? Warum hört keiner auf mich?“ – sind Fragen, die ich dazu oft höre.

  • Wie kommuniziere ich mit meinem Team?
    Vorn zu stehen und von allen angeschaut zu werden – zumindest sinnbildlich – fühlt sich anders an, als aus dem „Schutz der Masse“ heraus seine Meinung zu äußern. Wie sage ich’s meinem Team so, dass ankommt, was ich meine? Wie gehe ich mit Widerspruch oder gar Angriffen um? Wann, womit und auf welche Weise kommuniziere ich mit meinem Team?

  • Was muss ich tun, damit sich mein Team weiterentwickelt?
    Teams bleiben nicht so, wie sie sind. In der Regel ändern sich die Anforderungen, neue Projektphasen werden durchschritte oder in jedem Fall: Die Teammitglieder kommen persönlich in neue Lebensphasen und das wirkt sich auf das Team und seine Arbeit aus. Wie kann ich als Teamleiter entwicklungsfördernde Anreize setzen?

Die Antworten auf diese Fragen übersteigen die Möglichkeiten dieses Artikels. Bei mancher Frage gibt es auch keine eindeutige Antwort, sondern es muss zwischen verschiedenen Möglichkeiten kontextabhängig verantwortungsvoll abgewogen werden. Deshalb funktioniert auch Lesen allein als Weiterbildungsmethode in Führungsfragen für Teamleiter und andere Führungskräfte nicht.

Besser ist eine Mischung aus Lernen durch Wissen und Lernen durch Erfahrung. In der Seminarreihe „Team und Führung“ am DISA können die Teilnehmer genau dies tun: Sich einerseits notwendiges Führungswissen aneignen und andererseits in einem geschützten Rahmen übend einprägsame Erfahrungen für ihren Alltag als Teamleiter sammeln.

Zur Seminarreihe „Team und Führung“ am DISA, für Teamleiter, kommen Sie hier

Einen weiteren Beitrag zum Thema Teamleitung finden Sie hier

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, erreichen Sie mich hier.
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Autor: THL

Thomas H. Lemke berät und coacht in Dresden und Leipzig zu beruflichem Erfolg und persönlicher Entwicklung. Schwerpunkte seiner Arbeit: Coaching für den Berufserfolg, GesprächsCoaching, Männerberatung, UnternehmensAufstellungen.

Ein Kommentar

  1. Danke für den interessanten Beitrag, das ist ein sehr schwieriges Thema. Man/Frau soll respektiert werden aber auch gemocht. Das Team erbringt Höchstleistungen, wenn sie den Leiter mögen (eigene Erfahrung). Nur Respekt ist nicht genug. Jedoch soll es da eine gewisse Ballance herrschen…

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